Kalibrierung mit VV DC6HL

Software-Installation, Red Pitaya, SDR-Software, Modifikationen
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dj5er
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Kalibrierung mit VV DC6HL

Beitragvon dj5er » 30 Sep 2016, 13:40

Hallo,
hat schon jemand die Kalibrierung der S-Meter Anzeige bei PowerSDR ausprobiert und klappt es auch mit dem 20db Abschwächer ? Benötigt wird dazu nur ein kleiner Signalgenerator, der z.B. auf 80m ein Signal von -73dbm erzeugen kann.

Der normale Vorgang läuft bei OpenHPSDR (Mercury,Penelope,Metis) unter PowerSDR so ab, dass die 20db Dämpfung bei der Kalibrierung berücksichtigt wird.
Dadurch bleibt im Empfangsbetrieb die Maximalanzeige der Signale erhalten, lediglich die Grundlinie wird um 20db angehoben sobald die Dämpfung zugeschaltet wird. So ist es richtig, weil keine Reduzierung der Maximalsignale entstehen darf.
Ich habe den VV von DC6HL noch nicht eingebaut, sondern verwende derzeit einen 1:64 UnUn zusammen mit einem keramischen Poti von 100 Ohm zur Dämpfung im 50 Ohm RX1 Eingang. Bei einer halbwegs selektiven KW-Antenne (symmetrisch mit symmetrischem Koppler) klappt das bisher ganz gut.
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Re: Kalibrierung mit VV DC6HL

Beitragvon DL2BBF » 30 Sep 2016, 15:21

hallo Heino,
schade das wir uns nicht zu einem Kaffee in Elsfleth treffen konnten.

Ich habe hier einen Testgenerator der -53dbm auf 7MHZ abgibt. Damit geht das kalibrieren auch mit dem Frontend vom Gerd einwandfrei. Das Dämfungsglied wird berücksichtigt.
Die Grundlinie bleibt mit uns ohne Dämpfung auf gleicher Höhe.

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Re: Kalibrierung mit VV DC6HL

Beitragvon dj5er » 30 Sep 2016, 19:02

Hallo Hans,
dann wird die 20db Dämpfung nicht berücksichtigt bei der Kalibrierung. Ich habe hier den Elecraft 2005 Rev. A, der 50uV und 1uV an 50 Ohm liefert. Bei einer exakten ausgeführten Kalibrierung muss die Baseline in PowerSDR um 20db nach oben gehen, sobald die entsprechende Dämpfung zugeschaltet wird. Sollte das nicht der Fall sein, wird das 20db Dämpfungsglied nicht berücksichtigt. Die Maximalanzeige des oder der Signale darf sich auch bei zugeschalteter Dämpfung nicht verändern. Das ist der Unterschied zu den Analoggeräten.
Man kann das eher mit der Änderung der HF Verstärkung vergleichen, wo ja auch die S-Meteranzeige nach oben geht je nach Einstellung.
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Re: Kalibrierung mit VV DC6HL

Beitragvon DL2BBF » 30 Sep 2016, 20:05

hallo Heino,
die S-Meter Anzeige ändert sich nicht bei zugeschaltetem 20db ATT
So sollte es doch auch sein. Also der Angezeigte Signalpegel bleibt gleich.
Beim Kalibrieren wird der ATT ein und ausgeschaltet und der jeweilige Pegel ermittelt und dann auch berücksichtigt.

Eventuell habe ich mich falsch ausgedrückt.

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Re: Kalibrierung mit VV DC6HL

Beitragvon dj5er » 30 Sep 2016, 22:18

Hallo Hans,
Du hast Dich nicht falsch ausgedrückt, aber die Funktion der Kalibrierung bei PowerSDR Software nicht richtig erkannt. Bitte frage mal den Klaus, DK7XL, der kann es vielleicht noch besser verständlich machen. Beim Red-Pitaya wird anscheinend die 20db Dämpfung bei der Kalibrierung gar nicht erkannt und berücksichtigt.
Sowohl mit der Mercury-, als auch bei der Hermes-Platine und den Anan-Produkten wird die richtige Kalibrierung erkennbar, wenn Abschwächer zugeschaltet werden. Dann muss(!!) sich die Baseline um den Betrag der Dämpfung anheben. So funktioniert die Software PowerSDR. Ich habe etliche Kalibrierungen mit SDR-1000, Flex5000, Flex1500 u.s.w. durchgeführt. Wenn Dämpfung zugeschaltet wird muss sich etwas ändern und das ist bei einer korrekten Kalibrierung mit PowerSDR die Anhebung der Baseline um den Betrag der Dämpfung. Wenn das nicht passiert, ist das ein Fehler in der Erkennung der zugeschalteten Signaldämpfung, die nicht exakt erkannt wurde.
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Re: Kalibrierung mit VV DC6HL

Beitragvon DL2BBF » 30 Sep 2016, 22:46

hallo Heino,
ich verstehe es so, dass sich natürlich die Basislinie beim Einschalten des ATT um die 20db verändert, aber durch die Berücksichtigung der Dämpfung zum Ausgleich gleich wieder angeglichen wird.

Aber vermutlich reden wir aneinander vorbei.
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Re: Kalibrierung mit VV DC6HL

Beitragvon DF2BY » 01 Okt 2016, 12:37

Hallo Zusammen,
habe Eure Diskussion zum Anlass genommen mit meinem Funkmessplatz eine Kalibrierung am RedPitaya mit DC6HL VV durchzuführen.
Ich kann das, was Hans DL2BBF geschrieben hat, bestätigen. Das Zu- bzw Abschalten des Dämpfungsgliedes hat zur Folge, dass die Nullinie sich entspechend um 20 dB verändert. Die Signalstärke (S-Meter) verändert sich nicht. Schaltet man jedoch RX1 Meter auf ADC L kann man die Signalstäke in dBFS ablesen. Hier wird die Dämpfung in der Anzeige berücksichtigt. Hierbei habe ich mit unterschiedlichen Pegeln (-40 dBm bis -100 dBm) und Frequenzen auch feststellen können, dass eine max Abweichung zwischen der Anzeige RedPitaya und Funkmessplatz von 3,6 dBm besteht.

Da ich mich erst seit kurzem mit dem RedPitaya beschäftige, freue ich mich hier auf Eure Erfahrung zurück greifen zu können.
Herzlichen Dank dafür.

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Re: Kalibrierung mit VV DC6HL

Beitragvon dj5er » 01 Okt 2016, 17:07

Hallo Hans DF2BY und Hans DL2BBF,
schön, dass Du bei der Kontrolle des Red-Pitaya auf Deinem Funkmessplatz meine Aussage bestätigen konntest. Es gibt lediglich eine kleine Verwechslung, denn die Aussage zur angehobenen Grundlinie bei zugeschalteter Dämpfung stammt von mir. Diese Aussage entspricht ja genau meinen bisherigen Erfahrungen mit der Software PowerSDR und den verschiedenen Empfangsteilen von Mercury bis Flex5000. Diese Geräte haben alle einen VV, der in der Schaltung fest integriert ist und überwiegend nicht abgeschaltet werden kann. Diesem VV wird auf der 50 Ohm Seite bei Bedarf xxdb Abschwächung vorgeschaltet. Die Kalibrierung unter PowerSDR wird also immer beim aktiven VV vorgenommen, inklusive einer Kalibrierung mit eingeschalteter 20db Dämpfung (zum Beispiel). Dadurch wird erreicht, dass ein S9 Signal bei Abschwächer ein oder aus mit der gleichen Feldstärke angezeigt wird und lediglich die Grundlinie bei 20db Abschwächer ein um eben diesen Betrag angehoben wird. Das ist und war bei allen SDR Produkten so, die ich bisher besessen habe. Mit HPSDR-Teil (Mercury, Penelope und Metis) lässt sich das jederzeit nachweisen. Ich nehme aber eher an, dass wir uns wohl falsch verstanden haben, denn sollte sich der Red-Pitaya anders verhalten, ist die Kalibrierung überwiegend nutzlos bzw. verbesserungsbedürftig. Dass man über S-Meter Rapporte im Amateurfunk streiten kann, ist wieder ein anderes Thema.

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